Suchend
19. 01. 2016

etwas älteres, irgendwo ausgegraben

flackernd ächzen kahle Bäume
schreien stumm im Abendrot
ein Spiegel meiner Träume
doch sie bleiben tot

bodenlose kalte Meere
ziehen mich in ihr nasses Grab
ich erstick an meiner Leere
sterb ein Leben das ich nicht hab

in der Weite zwischen Tag und Nacht
kriecht ein totes Ich umher
hat sich qualvoll um die Existenz gebracht
ertrank still im bodenlosen Meer

nichts erinnert an mein vergangenes Sein
keine Geschichte, kein einsamer Stein
doch ich war hier, die Seele zu fein

allein